Die hungrigen Geister

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Die Chinesen feiern jedes Jahr im August das Fest der hungrigen Geister. 2003 konnte ich in Kuala Lumpur/Malaysia bei einem dabei sein.

Schon am Morgen wurden auf einer Straße im chinesischen Viertel riesige Tische von ca. 5 Metern Breite und 15 Metern Länge aufgestellt. In festlicher Dekorierung wurden darauf Speisen aufgetürmt. Das Fest selbst beginnt erst in der Nacht.
Wir besuchten das Fest mit unseren chinesischen Freunden, und da ich gern wissen wollte, was es damit auf sich hat, stellte Cathy mir den Leiter des Festivals vor. Er erklärte mir:
Die Chinesen feiern dieses Fest für ihre Ahnen. Überall, wo Menschen sterben, die sich nicht von ihren Verwandten verabschieden konnten, bleiben ihre Seelen hungrig. Diese hungrigen Geister streiten sich dann im Himmel und können über die Lebenden Unglück bringen. Aber jedes Jahr im August ergibt sich eine positive Himmelskonstellation, und die Menschen können mit den Geistern in Kontakt treten. Dazu werden an den an der Straße aufgestellten Altären viele Räucherstäbchen verbrannt, denn der Rauch, der aufsteigt, transportiert die Wünsche der Menschen. Jeder, der einen ihm Nahestehenden kannte, von dem er sich nicht oder nicht gut genug verabschieden konnte, holt nun hier nach, was er bei dessen Lebzeiten versäumte. Da werden Speisen geopfert, aber auch Dinge in symbolischer Form, die dem Verstorbenen fehlen könnten.
Ich fragte ihn, ob ich meiner Großmutter, die für ihr Leben gern Schokolade gegessen hatte, eine Schachtel „schicken“ könne. Selbstverständlich. Für wieviel darfs denn sein? Er schrieb mir einen Schein aus, der dann rituell verbrannt wurde, und mit dem Rauch erhielt mein Omilein ihre Leckereien.
Das festival of the hungry ghosts dauert mehrere Tage und ist eines der wichtigsten Feste der Chinesen.

Quelle: 
mündlich
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