Die Frau vom Arkenberge

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Ort

Es mag wohl mehrere hundert Jahre her sein, daß der Schäfer aus Lübars beim Hüten seiner Herde eine merkwürdige Kutsche heranfahren sah. Die war ganz aus Glas und mit silbernen Beschlägen verziert. Vier prächtige Pferde zogen sie in scharfem Trab, doch sie fuhr nicht auf der Landstraße, sondern geradewegs am Tegeler Fließ vorbei. Bald kam die gläserne Kutsche so nahe an den Schäfer heran, daß er die Personen, die drinnen saßen, erkennen konnte. Das waren eine altmodisch gekleidete Edelfrau mit einem wehenden schwarzen Spitzenschleier, und die jüngere Frau neben ihr könnte wohl ihre Tochter oder ihre Dienerin gewesen sein. Der Schäfer zog zum Gruße seinen Hut, was die alte Dame mit einem freundlichen Kopfnicken beantwortete. Kurz darauf wendete die Kutsche, um an der Herde vorbeizufahren, da verlor der Wagen plötzlich ein Rad. Die Frauen erschraken, denn die Kutsche neigte sich zur Seite, doch es geschah kein Unglück. Als das Gefährt zum Stehen gekommen war, stieg die edle Frau aus und winkte dem Schäfer, ihnen zu helfen. Der besah sich den Schaden von allen Seiten, doch er fand, daß sonst nichts zerbrochen war. Und so holte er das fortgerollte gläserne Rad wieder heran und versuchte, es neu zu befestigen. Da er weiter nichts zur Hand hatte, schnitzte er schnell aus einem Stock neue Vorstecker. Als er mit allem fertig war, bückte sich die Frau, hob die übrig gebliebenen Späne von der Erde und reichte sie dem Schäfer mit den Worten: "Nimm das zum Lohne!" Darauf stieg sie wieder in die Kutsche, und im Nu war sie davon.
"Ein schöner Lohn!", dachte der Schäfer bei sich und warf ärgerlich die Späne aus seiner Hand wieder ins Gras. Als er am Abend nach Hause kam, erzählte er seiner Frau von dem merkwürdigen Erlebnis mit der gläsernen Kutsche und der Edelfrau. Da bei zog er seine schweren Stiefel aus. Plötzlich rollte ein Goldstück klingend durch die Stube. "Frau, wo hast Du das Goldstück her?" "Wieso ich? Noch nie haben wir ein Goldstück besessen, es muß aus Deinem Stiefel gefallen sein." Der Schäfer drehte nochmals die Stiefel herum, da fielen noch zwei funkelnagelneue Dukaten auf die Dielen. Er schüttelte verwundert den Kopf: "Dann können die nur von den Spänen sein. Dann war es ja die Frau vom Arkenberge, der ich begegnet bin! Schnell, reich' mir den Mantel, ich muß rasch noch die anderen Späne holen, die ich weggeworfen habe!" Und so eilte der Schäfer wieder zurück, doch was er suchte, fand er nicht mehr. Der Wind hatte bereits die Weide gefegt.

Anmerkungen: 
1. Um Frau Arke oder Frau Harke ranken sich in Norddeutschland zahlreiche Märchen und Sagen. In Süddeutschland wird sie Frau Holle oder Frau Holla genannt. 2. In der geografischen Bezeichnung "Arkenberge" bewahrte sich das Wissen um eine frühzeitliche Siedlung und ein Gräberfeld
Quelle: 
nach Gerhard Krügel, Märkische Sagen, Verlag von Peter J. Oestergaard, Berlin-Schöneberg 1926
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Der altmärkische Mythos um Frau Harke

Interessanter Beitrag von Dir. Um Frau Harke scheinen sich tatsächlich viele Legenden zu ranken. Ich habe selbst erst kürzlich Frau Harke zum Thema in einem meiner Blogbeiträge gemacht. Schien mir passend zur derzeitigen Hochwasserkatastrophe in Anhalt zu sein: http://www.welt-der-legenden.de/der-altmarkische-mythos-um-frau-harke/

Lg Anja

Ort

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