Tags for Der Veilchenstrauss
Der Veilchenstrauss
Ort
Es begab sich zu Zeiten des Königs Friedrich Wilhelm IV. und seiner Gemahlin Elisabeth, daß ein kleines Mädchen im Schloßpark von Niederschönhausen einen Strauß Veilchen pflückte. Da trat eine schöne Dame an sie heran und fragte:
"Dein Sträußchen gefällt mir sehr, würdest Du es mir wohl schenken?" Mit einem artigen Knicks reichte die Kleine der Unbekannten die Blumen. Die Dame freute sich sehr über diese nette Geste und sprach: "Mädchen, wenn Du einmal Kummer oder eine Bitte haben solltest, so komm ruhig zu mir. Ich werde Dir helfen, denn ich bin Deine Königin." Geschwind lief die Kleine nach Hause und erzählte ihrem Vater von dem aufregenden Erlebnis. Ihr Vater aber war der Pfarrer von Pankow. Sogleich setzte er sich hin und schrieb einen Brief an die Königin, in dem er von den Nöten der Gemeinde mit dem viel zu kleinen Gotteshaus berichtete. So erhielt Pankow durch einen kleinen Veilchenstrauß eine großzügig erweiterte Kirche.
