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Der Klügere gibt nach?
Die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach war unter ihren Zeitgenossen nicht nur wegen ihres scharfen Verstandes sondern auch ob ihrer Streitsucht bekannt. Sie scheute sich auch nicht vor gerichtlichen Auseinandersetzungen, wenn es ihr ums Prinzip ging.
Einmal soll sie wegen eines Streits um ein lapidares Wegerecht gegen einen benachbarten Bauern vor Gericht gezogen sein. Der Richter nun, der den Prozess am liebsten wegen Nichtigkeit niedergeschlagen hätte, suchte sie zum Einlenken zu bewegen mit den Worten: „Aber Frau Baronin wissen doch, der Klügere gibt nach...“ – Sie: „Deshalb haben wir ja auch die Weltherrschaft der Dummheit!“
Anmerkungen:
Wahrscheinlich ist diese Anekdote erfunden. Sie geht aber zurück auf einen Aphorismus von Marie von Ebner-Eschenbach. Zitat: "Der Gescheitere gibt nach! Eine traurige Wahrheit; sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."
Verweise:
Marie von Ebner-Eschenbach: Aphorismen, Insel-Bücherei Nr. 543, Insel Verlag Frankfurt am Main 1939, S. 9
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