Der Ablass für einen künftigen Straßenraub

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Der Name des Dominikanermönchs Johann Tetzel ist noch heute untrennbar mit dem Begriff des Ablasshandels verbunden. Der Papst brauchte für sein gigantisches Bauprojekt des Petersdoms in Rom Geld.

Dieses Geld verschaffte er sich unter anderem durch den Handel mit Ablassbriefen. Für eine „Spende“ an die heilige Kirche konnte jedermann sich von seinen Sünden freikaufen. Etwa so wie heutzutage einige Wohlhabende in Deutschland gegen eine Spende für gemeinnützige Zwecke, wenn sie denn hoch genug ist, eine Gerichtsverhandlung vermeiden können. Damals aber, als Tetzel 1517 nach Berlin kam, gab es den Ablass schon für wenig Geld. Tetzel hatte auch einen netten Werbeslogan, der lautete: „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.“
Über einen Ablasshandel der besonderen Art geht folgende Sage:
Tetzel war schon einige Monate in Berlin. Die Bürger hatten in den ersten Wochen eifrig bei ihm Ablasszettel gekauft, dann ging der Handel nicht mehr ganz so flott. So richtig wohl war den Gläubigen denn bei der Sache auch nicht. So beschloss Tetzel, bald weiterzuziehen, um in anderen Städten das große Geschäft zu machen. Da trat ein Ritter an ihn heran, der einen Ablassbrief kaufen wollte für eine Sünde, die er erst noch begehen wollte. Nun, das war für den Dominikaner etwas Neues. So etwas hatte es noch nicht gegeben. Das würde teuer, meinte der gewiefte Mönch. Um welche Sünde es sich denn handele, wollte er wissen. - Ein Straßenraub. – Das wird sehr teuer. Der Ritter zahlte und erhielt den gewünschten Ablassbrief für einen künftigen Straßenraub.
Tetzel zog am anderen Tag weiter mit seinem Fuhrwerk und der prallgefüllten Ablasslade darin. In der Nähe des Golmberges kamen plötzlich Raubritter aus dem Wald, brachten den Karren zum Stehen und entrissen Tetzel die Truhe. Der schrie Zeter und Mordio und drohte ihnen mit Hölle und Fegefeuer, wenn sie sich am Eigentum des Papstes vergriffen. Da gab der Anführer der Bande, Hake von Stülpe, sich zu erkennen, zog den von Tetzel selbst geschriebenen Ablassbrief hervor, wedelte wortlos damit vor dessen Augen und verschwand mit dem Gelde.

Quelle: 
mündlich
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