18. Jahrhundert
19. Jahrhundert
Arbeit
Begnadigung
Belohnung
Berliner Mauer
Bildhauer
Bürgerpark
DDR
Diebstahl
Dummheit
Elbe
Entbindung
Fest- und Feiertage
Finanzkrise
Flucht
Geburt
Güte
Heiliger
Hinrichtung
Hochstapler
II. Weltkrieg
Jobs
Kettenbrief
Kinder
Kirche
Kloster
Legende
letzter Wunsch
Liebe
List
Mark Brandenburg
Meißner Fummeln
Mond
Panke
Pankow
Politiker
Raubritter
Redewendung
Riese
Ritter
Russen
Schadensersatz
Schlosspark Niederschönhausen
Schloss Schönhausen
Schmied
Schüler
Schüleranekdoten
Slawen
Staatssicherheit
Stadt
Städtchen
Tanz
Theater
Tod
Trunksucht
Unfall
Wandersage
Wut
Zeitung
Tags for Das Grab des Schimmels von Mollwitz
Das Grab des Schimmels von Mollwitz
Ort
Im Schloßpark von Niederschönhausen erhebt sich nahe dem Schlosse zwischen zwei großen Kastanien ein kleiner Hügel. Eine alte Sage erzählt, dort sei das Grab des Schimmels von Mollwitz.
Dieses Pferd hatte durch seine Schnelligkeit dem noch jungen und unerfahrenen König Friedrich II. am 10. April 1741 in der Schlacht nahe dem schlesischen Dorfe Mollwitz das Leben gerettet. Nach dem Kampfe schickte Friedrich seinen Adjutanten mit dem Roß zu seiner Gemahlin Elisabeth Christine nach Niederschönhausen, um ihr mitzuteilen, daß die Schlacht gewonnen und er unversehrt sei. Das Tier erhielt später das Gnadenbrot, und soll, nachdem es schließlich gestoben war, von der Königin unweit des Schlosses begraben worden sein.
Anmerkungen:
Zuweilen wird - auch von Pomplun - zu der Geschichte angemerkt, bei dem als Grab des Schimmels von Mollwitz bezeichneten Hügel habe es sich in Wirklichkeit um den alten Eiskeller gehandelt. Dieser lag allerdings neben dem ehemaligen Küchengebäude. Zudem war der Hügel von zwei großen Kastanien bestanden, die auf einem Kellergebäude nicht diese Größe erreicht hätten. Er wurde bei der Errichtung der inneren Schloßparkmauer und die Eingangshäuser an der Straße eingeebnet und überbaut.
Die Sage um den Schimmel von Mollwitz ist allerdings älter als die um sein Grab. Diese scheint erst kurz vor 1900 entstanden zu sein. Wahrscheinlich war dies die Erfindung des Fabrikanten der Ansichtspostkarten J. Goldiner, der bemerkt hatte, dass sich seine Karten besser verkaufen, wenn man eine Geschichte dazu zu erzählen weiss. Von Goldiner stammt auch die Postkarte "Teufelsbrücke im Bürgerpark".
Quelle:
nach Kurt Pomplun, Berlins alte Sagen, 5. Aufl., Haude und Spener, Berlin 1985
Verweise:
Ernst Friedel: Das Grab des Schimmels von Mollwitz. In: Brandenburgia, 12. Jg. 1903/04, S. 173/147
Ort
Javascript is required to view this map.
