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Das gestohlene Haus
Ort
Dort, wo der Eschengraben die alte Verbindungsstraße von Berlin nach dem Dorfe Pankow kreuzt, stand einstmals die Villa eines wohlhabenden Kaufmannes. Da er die Geschäfte längst in die Hände seines Sohnes gelegt hatte, verbrachte er in dem prächtigen, zweigeschossigen Backsteingebäude seinen Lebensabend, in den Sommermonaten jedoch weilte er in seinem Landhause in Italien.
Eines schönen Sommertages begab es sich, daß ein großes Fuhrwerk vorm Hause hielt, das alsbald mit Hausrat und Möbeln beladen wurde. Auf die neugierigen Fragen der Nachbarn antworteten die Transportarbeiter, der Kaufmann habe sich entschieden, für immer in Italien zu bleiben und das Haus auf Abbruch verkauft. An den darauffolgenden Tagen wurde das Gebäude fachmännisch abgetragen, die Steine sauber abgeklopft, aufgestapelt und schließlich abtransportiert.
Als der Kaufmann Wochen später aus seinem Urlaub nach Hause kehrte, stand er fassungslos vor einem leeren Grundstück.
