Champanskoje für Japaner

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1975 begeisterte uns in Moskau die Atmosphäre im Restaurant des Hotels „Leningradskaja“. Jeden Abend wurde dort in einem für unsere Verhältnisse riesigen Saal nicht nur gegessen und getrunken. Sobald die Band, nicht vom Band, sondern live mit einer Musik begann, wurden Messer, Gabeln und Löffel fallen gelassen. Es ging sofort auf die Tanzfläche. Und immer wieder kam es zu besonderen Einlagen, nicht nur von den Musikern oder Tänzern, sondern auch von den Kellnern. So hatte an unserem Nebentisch eine Gruppe Japaner Platz genommen. Sie bestellten natürlich Krimsekt, in russisch Krimskoye Champanskoje. Der Name Champagner ist zwar für Produkte aus der französischen Landschaft weltweit geschützt. Nun meinten vielleicht die Offiziellen der damaligen UdSSR, kyrillisch könne das Wort Champagner kein Franzose lesen. Aber zurück zu den Gästen aus Japan: Der Kellner kam mit der Flasche und hatte offensichtlich Probleme beim Öffnen. Als es ihm gelang, den Korken knallen zu lassen, hatte er allerdings einen Gast im Visier, den er mit vollem Strahl erwischte. Sofort riss er die Flasche herum, konnte aber nicht vermeiden, dass er dabei alle am Tisch Sitzenden „duschte“. Wer nun meinte, es gäbe Beschwerden, irrte. Die Japaner sprangen von ihren Sitzen auf und applaudierten frenetisch, da sie diese Aktion offensichtlich für ein einheimisches Ritual gehalten hatten. Sofort bestellten sie weitere Flaschen. Als die zweite Flasche „duschfrei“ geöffnet wurde, meinten wir vom Nebentisch eine leichte Enttäuschung erkannt zu haben. Aber Japaner verlieren ja fast nie ihr Gesicht. Und trösteten sich mit der Tatsache, ja ein Getränk bestellt zu haben. Und tranken.

Quelle: 
selbst erlebt
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